Gemeinsames Kochen & Essen

Gemeinsames Kochen

In der Küchenpartie mit peb stehen der Spaß am Kochen und generell die Freude am Umgang mit Lebensmitteln im Mittelpunkt, daher ist eine positive Atmosphäre besonders wichtig. Bevor es losgeht, sollten alle im Kochteam das Rezept einmal gelesen haben.

Jede Person sollte sich gut in den Zubereitungsprozess eingebunden fühlen. Lassen Sie die Teammitglieder untereinander einen Ablaufplan erstellen und entscheiden, wer welche Aufgaben übernehmen möchte. Achten Sie dabei darauf, dass vor allem die jüngeren Teilnehmenden auch neue Fertigkeiten erlernen und die Älteren ihnen nicht alle anspruchsvolleren Aufgaben abnehmen.

Wer kann mitmachen?

Binden Sie die geschmacklichen Vorlieben der Teilnehmenden bei der Rezeptauswahl für die Kochaktionen ein, so ist die Motivation beim Kochen besonders groß. Bei mehreren Rezeptvarianten können sich die Mehrgenerationenteams auch entsprechend der Rezeptvorlieben des Aktionstages zusammenfinden. Hier finden Sie wertvolle Tipps zum gemeinsamen Kochen.

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Besondere Bedürfnisse

Für ältere Teilnehmende kann langes Stehen anstrengend werden, bieten Sie daher auch die Möglichkeit an, Arbeitsschritte im Sitzen auszuführen. Sollten Kinder zu klein für die Arbeitshöhe sein, kann man einen kleinen trittsicheren Hocker an die Küchenzeile stellen oder ihnen einen Arbeitsplatz am Esstisch einrichten.

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Tipps

  • Weisen Sie vorab auf die angestrebte Teamzusammenstellung hin.
  • Planen Sie genügend Zeit für die Zubereitung der Rezepte ein, achten Sie auf ausreichende Kochkompetenz innerhalb der Teams und eine faire Verteilung der Arbeitsschritte.
  • Laminieren Sie die Rezepte des Tages. So bleiben sie sauber und können erneut genutzt werden.
  • Verteilen Sie die Checklisten zur Hygiene und Sicherheit an die jüngeren Teilnehmenden, damit diese in ihren Kochteams die Kontrollchecks durchführen. Dadurch verinnerlichen sie die Küchenregeln besser.
  • Auf den Rezepten kann angekreuzt werden, ob alle Zutaten und Küchenwerkzeuge bereitliegen. Auch das unterstützt die gute Vorbereitung aufs Kochen.
  • Lassen Sie die Teilnehmenden eine Probierportion mit nach Hause nehmen, wenn die Speisen sich dazu eignen. Füllen Sie z. B. kleine Portionen von selbstgemachten Musen, Marmeladen oder Müslis in Schraubgläser ab.

Gemeinsames Essen

Gemeinsam essen macht Freude! Frische Blumen, Kerzen, Servietten und ähnliches sorgen für eine einladende Atmosphäre am Esstisch. Gerne können Sie sich bei der Wahl der Tischdekoration an aktuellen Festen orientieren oder saisonale Naturmaterialien, wie Kastanien, Kürbisse oder Tannenzapfen nutzen. Decken Sie gemeinsam mit den Teilnehmenden den Tisch ein (Checkliste „Tischdeckcheck“). Am besten starten Sie damit bevor alle Speisen gar sind, und beziehen Personen ein, die schneller beim Kochen waren. Die Speisen sollten zur Selbstbedienung angerichtet sein, damit jede Person selbst entscheiden kann, von was und wie viel sie probieren möchte.

Am wichtigsten sind bei der gemeinsamen Mahlzeit eine angenehme, entspannte Essatmosphäre und der Austausch der Teilnehmenden untereinander. Die gemeinsame Zeit am Tisch soll genossen werden und der Kommunikation dienen. Geben Sie bei Bedarf Gesprächsanreize (sh. Kapitel Party-Smalltalk) und bauen Sie ein Tischritual ein, lassen Sie z. B. reihum die Gläser heben und jede Person erzählt mit „Ich stoße an auf…“, was ihr heute besonders am gemeinsamen Kochen gefallen hat.
Der pädagogische Schwerpunkt liegt auf dem gemeinsamen und sinnorientierten Erleben von Essen und Trinken. Denn die bewusste Geschmackswahrnehmung und -vielfalt der Speisen fördert den Genuss und steigert die Wertschätzung von Lebensmitteln.

Party-Smalltalk

Nutzen Sie bei Bedarf die Gelegenheit für ein pädagogisches Tischgespräch, das das Thema des Tages aufgreift und stellen Sie einen Alltagsbezug her. An folgenden Ideen können Sie sich orientieren:

Besprechen Sie bei der ersten Kochaktion Tischsitten, gerne im Vergleich zu damals und heute. Einigen Sie sich mit der Gruppe, welche Regeln für das gemeinsame Essen während der Kochaktion gelten, z. B. dass die Mahlzeit gemeinsam begonnen wird.

Entwickeln Sie gemeinsam Ideen, wie die Ernährung der Zukunft aussehen könnte. Mögliche Leitfragen sind: „Wie sieht das Essen der Zukunft aus?“ „Wie werden wir kochen?“ „Was werden wir essen?“ „Wo werden wir essen?“ „Wie gehen wir einkaufen?“

Hier können eigene Essgewohnheiten unter Beachtung der Ernährungsempfehlungen reflektiert werden. Mögliche Leitfragen sind: „Inwiefern entsprechen deine Ernährungsgewohnheiten den Empfehlungen?“ (z. B. „Trinkst du genug?“ „Schaffst du die 5 Portionen Obst und Gemüse am Tag“? „Bleibt es bei dem einen Extra?“) „Aus welchen Bestandteilen der Ernährungspyramide setzt sich dein Leibgericht zusammen?“ „Gibt es etwas, das du an deinen Essgewohnheiten ändern möchtest?“ „Wenn ja, warum?“ „Was brauchst du, um es zu schaffen?“. Motivieren Sie gegebenenfalls zur Nutzung des Pyramiden-Tagebuchs.

Hier kann das Thema Lebensmittelwertschätzung ­ früher und heute, besprochen werden. Mögliche Leitfragen sind: „Inwiefern hat sich die Lebensmittelwertschätzung in den letzten Jahrzehnten geändert?“ „Welche Klimatipps möchtest du in deinem Ernährungsalltag umsetzen?“ „Wie kannst du der Lebensmittelverschwendung entgegenwirken?“

Folgende Fragen könnten am Esstisch besprochen werden: „Welche andere Landesküche würdest du gerne näher kennenlernen?“, „Welche internationale Speise möchtest du kochen können?“ oder „Welche Speisen verbindest du mit Heimat?“

Lassen Sie die Teilnehmenden über ihre Leibspeisen reden und was sie damit verbinden. Außerdem kann jede Person überlegen, wie sie den bewussten Genuss stärker in ihren Alltag einbinden könnte.

Gemeinsames Aufräumen

Putzen gehört zu jeder Party dazu! Beim gemeinsamen Aufräumen lernen alle Teilnehmenden, Verantwortung für das ordnungsgemäße Verlassen des Raumes zu übernehmen. Zusammen geht es auch ganz schnell! Die Checkliste „Aufräumcheck“ hilft dabei, an alles zu denken. Mit Musik im Hintergrund macht das Aufräumen übrigens viel mehr Spaß.

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Umgang mit Speiseresten

Lassen Sie die Teilnehmenden Vorratsdosen mitbringen. Wenn nach dem gemeinsamen Essen noch etwas übrigbleibt, können die Teilnehmenden Speisereste mit nach Hause nehmen. Gerade bei Kindern und Jugendlichen ist der Nutzen groß, denn so kommen die selbstgekochten Speisen auch in den Familien an und erhöhen den Anreiz, die Rezepte auch im Kreis der Familie nachzukochen.

Aber Achtung: Nicht alle Speisen eignen sich zum Mitnehmen oder Aufbewahren. Gegebenenfalls können Sie die Lebensmittel- und Speisereste auch gut verpackt und richtig gekühlt für das nächste Mal aufbewahren oder einfach direkt vor Ort beim Abholen von den Angehörigen der Teilnehmenden verkosten lassen.

Gerne können Sie den Austausch von Tipps zur Resteverwertung unter den Teilnehmenden anregen oder auf die Beste Reste-App des BMEL verweisen.